Wie krisenfeste Gesundheitsstrategien Unternehmen stärker machen
Was ist „BGM in Krisenzeiten“ und warum ist es relevant?
Die Studie „BGM in Krisenzeiten: Herausforderungen, Entwicklungen und Potenziale in der deutschen Arbeitswelt“ der FOM Hochschule in Kooperation mit der BARMER Krankenkasse untersucht den aktuellen Stand des Betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM) in Deutschland. Sie analysiert, wie sich Gesundheitsstrategien vor, während und nach der COVID-19-Pandemie verändert haben – und welche strukturellen Lehren Unternehmen daraus ziehen sollten.
BGM ist längst kein „Nice-to-have“ mehr, sondern ein strategischer Erfolgsfaktor, um Gesundheit, Leistungsfähigkeit und Mitarbeiterbindung nachhaltig zu sichern – insbesondere in Zeiten multipler Krisen und zunehmender Unsicherheit.
Warum ist Betriebliches Gesundheitsmanagement heute dringender denn je?
Die Untersuchung zeigt deutlich, dass Unternehmen unter steigendem Druck stehen: Fachkräftemangel, psychische Belastungen, hybride Arbeitsformen und steigende Krankenstände erfordern neue, strukturierte Gesundheitsstrategien.
Gleichzeitig betreibt nur ein Teil der Unternehmen ein systematisches, strategisch verankertes BGM. Gerade kleine und mittlere Unternehmen kämpfen mit Ressourcenengpässen und fehlender Struktur. Krisenzeiten haben diese Defizite sichtbar gemacht.
Gesundheit wird damit zunehmend zu einem zentralen Wettbewerbsfaktor.
Wie haben sich Arbeitswelt und Gesundheitsanforderungen verändert?
Die Pandemie und weitere gesellschaftliche Umbrüche haben mehrere Entwicklungen beschleunigt:
Gesundheitsmanagement muss deshalb flexibler, niederschwelliger und systemischer gedacht werden.
Welche Defizite zeigt die Studie auf?
Die Ergebnisse verdeutlichen:
Damit wird klar: Einzelaktionen reichen nicht aus. BGM muss strukturell verankert sein.
Was sind die Erfolgsfaktoren für krisenfestes BGM?
Die Studie macht deutlich, dass resiliente Gesundheitsstrategien folgende Elemente benötigen:
Krisenfestigkeit entsteht nicht durch Einzelmaßnahmen, sondern durch Struktur.
Wie verknüpft sich das mit den Gesundheitsgutscheinen der proFIT GmbH – inklusive G.R.Ü.N.?
Die FOM-BARMER-Studie zeigt: Wirksames BGM muss strukturiert, flexibel und ganzheitlich angelegt sein. Genau hier setzt das proFIT-Gesundheitsgutscheinmodell an.
Das Konzept umfasst sechs zentrale Handlungsfelder, die Unternehmen ermöglichen, Gesundheit systematisch und krisenfest zu fördern:
Der digitale Gesundheitsgutschein fungiert dabei als strukturelles Instrument: Mitarbeitende wählen individuell passende Angebote aus einem bundesweiten Netzwerk. Unternehmen erhalten eine administrativ einfache, steueroptimierte Lösung mit hoher Teilnahmequote.
Damit unterstützt proFIT jene systemische Gesundheitslogik, die die Studie als Erfolgsfaktor für krisenfeste Organisationen identifiziert.
Was bedeutet das für die Zukunft des Betrieblichen Gesundheitsmanagements?
BGM entwickelt sich von isolierten Einzelmaßnahmen hin zu integrierten Gesundheitsstrategien. Unternehmen, die Gesundheit strategisch denken, investieren nicht nur in Prävention, sondern in Resilienz, Arbeitgeberattraktivität und langfristige Wettbewerbsfähigkeit.
Krisen zeigen nicht nur Schwächen – sie zeigen auch, wo Strukturen fehlen. Wer heute Gesundheit ganzheitlich verankert, ist morgen stabiler aufgestellt.
Fazit: Gesundheit braucht Struktur und Weitsicht
Die FOM-BARMER-Studie belegt: Betriebliches Gesundheitsmanagement ist in Krisenzeiten kein optionales Zusatzangebot, sondern strategische Notwendigkeit.
Unternehmen, die körperliche, mentale und organisationale Gesundheit systematisch verbinden, schaffen resiliente Strukturen und stärken ihre Zukunftsfähigkeit.
Ein ganzheitlicher Ansatz – strukturiert, flexibel und nachhaltig – macht BGM krisenfest.
Begriffdefinitionen
Was ist Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM)?
Betriebliches Gesundheitsmanagement bezeichnet die strategische Gestaltung von Strukturen, Prozessen und Maßnahmen im Unternehmen zur nachhaltigen Förderung der körperlichen, mentalen und sozialen Gesundheit der Mitarbeitenden. Ziel ist es, Leistungsfähigkeit zu sichern, Fehlzeiten zu reduzieren und organisationale Resilienz aufzubauen.
Was ist ein Gesundheitsgutschein im betrieblichen Kontext?
Ein Gesundheitsgutschein ist eine steueroptimierte Sachbezugsleistung, mit der Unternehmen ihren Mitarbeitenden ein definiertes Budget für Gesundheits-, Präventions- oder nachhaltige Angebote zur Verfügung stellen. Der Gutschein ermöglicht individuelle Wahlfreiheit innerhalb eines qualitätsgesicherten Netzwerks von Anbietern und unterstützt ein ganzheitliches Betriebliches Gesundheitsmanagement.
Was bedeutet der G.R.Ü.N.-Ansatz?
Der G.R.Ü.N.-Ansatz der proFIT GmbH verbindet betriebliche Gesundheitsförderung mit nachhaltiger Ernährung, ökologischer Landwirtschaft und regionaler Wertschöpfung. Ziel ist es, individuelle Gesundheit, Klimaschutz und gesellschaftliche Resilienz über Co-Benefits miteinander zu verknüpfen.
Quellen
FOM Hochschule / BARMER (2025):
BGM in Krisenzeiten: Herausforderungen, Entwicklungen und Potenziale in der deutschen Arbeitswelt
https://forschung.fom.de/fileadmin/fom/forschung/ifgs/Schriftenreihe/FOM-Forschung-ifgs-Schriftenreihe-34-Lux-et-al-BGM-in-Krisenzeiten-2025.pdf
Wort des Autors
Gesundheit entscheidet in Krisenzeiten über Stabilität und Zukunftsfähigkeit von Unternehmen. Wer heute strukturiert in ganzheitliche Gesundheitsstrategien investiert, schafft Resilienz – nicht nur für einzelne Mitarbeitende, sondern für das gesamte System.
Wido Wittmann
Geschäftsführer der proFIT GmbH
Seit 2011 begleitet er Unternehmen branchenübergreifend bei der wirksamen Umsetzung ganzheitlicher betrieblicher Gesundheitsförderung mit einem besonderen Fokus auf Nachhaltigkeit, Prävention und strukturelle Resilienz.