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Warum Bewerbungen kommen – oder ausbleiben: Der Auftakttag der SAATKORN Online Konferenz zeigt, wie Unternehmen im Fachkräftemangel die richtigen Talente erreichen. Es geht um wirksame Recruiting-Strategien, authentisches Employer Branding und eine Arbeitgebermarke, die überzeugt – von Stellenanzeigen über Candidate Experience bis Personalmarketing.
Was Arbeit wirklich wert ist – Warum Kultur jetzt sichtbar, messbar und verhandelbar wird
Gute Bezahlung allein reicht nicht mehr: Für Bewerber:innen ist die Unternehmenskultur längst ein entscheidendes Kriterium bei der Arbeitgeberwahl und sie ist heute sichtbarer und vergleichbarer denn je. Im Experten-Talk sprechen Nina Zimmermann, CEO von kununu, und Gero Hesse darüber, was Arbeit wirklich wert ist und warum Kultur vom weichen Faktor zum harten Wettbewerbsvorteil wird.
Darum geht’s im Talk:
Fachkräftemangel, steigende Recruiting-Kosten und immer weniger aktive Bewerber:innen stellen Unternehmen vor neue Herausforderungen. Gleichzeitig verändern sich die Wege, über die Kandidat:innen auf Jobs aufmerksam werden. Bei XING kommt heute bereits der Großteil der Bewerbungen über intelligente Job-Empfehlungen zustande.
In diesem Vortrag zeigt XING, welche Faktoren darüber entscheiden, ob ein Job den passenden Talenten ausgespielt wird, welche Rolle Daten, Präferenzen und Kandidaten-Intentionen dabei spielen und was Recruiter:innen konkret tun können, damit ihre Stellenanzeigen von den richtigen Menschen gefunden werden.
Mehr Bewerbungen als je zuvor – und trotzdem wird es nicht einfacher, die Richtigen zu finden. Die Bewerbungsflut durch Ein-Klick-Bewerbungen und KI-generierte Unterlagen stellt Recruiting-Teams vor ein Qualitätsparadoxon: Die Masse steigt, die Passung sinkt. Wie geht eine Organisation damit um, die in der Hotellerie täglich Talente für elf Premiumhotels in Deutschland, Österreich und der Schweiz gewinnt?
Eva Proch, Recruiting Director der MHP Hotel AG, und Dimitri Knysch, Co-CEO von Cammio, diskutieren, was hinter dem „Bewerbungs-Tsunami” steckt, wie moderne Auswahlprozesse Qualität und Effizienz verbinden – und was es braucht, damit echte Talente trotz der Masse sichtbar werden.
Der verschärfte Wettbewerb um Fachkräfte fordert ein Umdenken im Recruiting, da standardisierte Stellenanzeigen zunehmend an ihre Grenzen stoßen. Dieser Vortrag zeigt anhand konkreter Praxisbeispiele, wie Künstliche Intelligenz passende Skills erkennt, geeignete Talente personalisiert anspricht und die fachliche Passung von Lebensläufen ermittelt. Dadurch werden Recruiting-Prozesse nicht nur effizienter, sondern Unternehmen erfahren auch, welche Potenziale und Herausforderungen der Einsatz von KI im Skill-Matching mit sich bringt.
Fachkräftemangel” ist oft die falsche Diagnose: Der deutsche Jobmarkt ist kein einheitlicher Markt, sondern besteht aus Mikromärkten mit völlig unterschiedlichen Dynamiken. Nicht jede unbesetzte Stelle bedeutet fehlende Fachkräfte – oft ist es ein Abstimmungsproblem zwischen Nachfrage, Suchverhalten und Positionierung. Und wer alle Rollen mit derselben Strategie besetzt, verschenkt Zeit und Budget.
Kateryna Cherniaieva von Jooble zeigt anhand aktueller Arbeitsmarktdaten, wie datenbasiertes Recruiting in der Praxis funktioniert: warum Sichtbarkeit im Suchverhalten der Kandidat:innen beginnt, weshalb übersättigte, knappe und ausgeglichene Märkte jeweils einen eigenen Ansatz brauchen – und wie datenbasierte Entscheidungen das Bauchgefühl schlagen, damit Stellen schneller und besser besetzt werden.
Der deutsche Arbeitsmarkt ist leergefegt – und trotzdem suchen die meisten Unternehmen ihre Talente weiter im 50-Kilometer-Radius. Dabei ist längst nicht gesagt, dass der nächste Top-Performer in Pendelreichweite wohnt: Auf dem globalen Arbeitsmarkt bewerben sich Fachkräfte zehntausendfach – bis zu 35.000 Bewerbungen im Monat zeigen, welches Potenzial jenseits der Landesgrenzen wartet.
Alexander Köhne, Global Employment Specialist bei Remote, räumt mit den Mythen rund um globales Recruiting auf und zeigt, dass internationale Einstellungen kein bürokratisches Monster sein müssen: wie Unternehmen weltweit passende Talente finden, sie rechtssicher und compliant einstellen – und warum der Blick über den Tellerrand im Fachkräftemangel zum echten Wettbewerbsvorteil wird.
Welche HR-Tools lohnen sich wirklich? Der HR-Tech-Tag liefert praxisnahe Einblicke in Digitalisierung und Automatisierung im Personalwesen: echte Anwendungsfälle statt Tool-Hype – von KI im HR über Recruiting-Software bis zur Frage, welche Lösungen ins eigene Setup passen und welche nicht.
Die Schnittstelle zwischen Technologie und Mensch: das Human Balance Modell
KI-Transformation scheitert selten an der Technologie – sondern an der Führung. Im Experten-Talk sprechen Julia Tammeveski, Gründerin von we-era, und Gero Hesse darüber, was erfolgreiche KI-Transformation wirklich ausmacht und warum ihr Human-Balance-Modell Technologie, Mensch, Entscheidungsprozesse und Vertrauen zusammendenkt.
Darum geht’s im Talk:
Viele Unternehmen beschäftigen sich intensiv mit KI. Doch während neue Technologien immer schneller verfügbar werden, fehlen häufig die Grundlagen, um ihr Potenzial im Learning- und Talent-Management tatsächlich auszuschöpfen.
Maika Kölle und Thorsten Rusch zeigen, warum erfolgreiche KI-Initiativen nicht an der Technologie beginnen, sondern bei Daten, Prozessen und der richtigen Verknüpfung von Learning, Talent und Performance. Erfahre, welche Rolle Skills-Daten für personalisierte Lernangebote, fundierte Talententscheidungen und den nachhaltigen Einsatz von KI spielen und wie Unternehmen ihre bestehenden Systeme nutzen können, um Schritt für Schritt KI-ready zu werden.
Ein praxisnaher Vortrag für HR-Verantwortliche, die KI nicht als kurzfristigen Trend, sondern als strategischen Bestandteil ihrer zukünftigen Personalentwicklung verstehen.
Arbeiten aus dem Ausland ist mittlerweile zum Alltag geworden, doch mit jeder Grenzüberschreitung steigt das Risiko für Compliance-Verstöße (und Strafen bis zu 500.000€). A1-Bescheinigungen, Betriebsstättenrisiken, Visapflichten, Fürsorgepflicht: Die Anforderungen sind komplex, die Prozesse oft manuell und fehleranfällig.
In dieser Session zeigt Patrick Koch, wie HR-Teams mit KI und Automatisierung ihre Compliance-Verantwortung effizient erfüllen – und dabei bis zu 90 % des manuellen Aufwands einsparen.
Zwischen Automatisierung, KI und menschlicher Verantwortung
KI eröffnet neue Möglichkeiten im Recruiting. Doch welche Aufgaben sollten automatisiert werden? Wo schafft KI echten Mehrwert? Und wo bleibt der Mensch unverzichtbar? Ana Fernandez-Mühl, Geschäftsführerin von milch & zucker, zeigt anhand konkreter Praxisbeispiele, wie das Zusammenspiel von HR Tech, KI und Mensch gelingt – welche Aufgaben sich regelbasiert automatisieren, KI-gestützt vorbereiten oder bewusst menschlich entscheiden lassen. Im Mittelpunkt steht nicht die Technologie, sondern die Frage, welche Entscheidungsqualität ein Prozess wirklich braucht. Denn nicht jede Aufgabe braucht KI. Aber jede Aufgabe braucht die passende Entscheidungslogik.
Der Vortrag zeigt außerdem, warum belastbare Recruiting-Entscheidungen klare Kriterien, strukturierte Daten und nachvollziehbare Entscheidungslogiken brauchen, wie sich die Rolle von Recruiter:innen dadurch verändert – und weshalb Transparenz, Nachvollziehbarkeit und Verantwortung, auch im Kontext des EU AI Acts, immer wichtiger werden.
Mitarbeiter halten statt ständig neu suchen: Der Abschlusstag widmet sich Mitarbeiterbindung, Personalentwicklung und Ausbildung. Im Fokus steht, was in der Praxis wirklich funktioniert – Retention-Strategien, Weiterbildung und die Frage, warum Menschen bei ihrem Arbeitgeber bleiben.
Führung ist der Grund zu gehen – und der Grund zu kommen. Im Experten-Talk sprechen Selina Schröter, Gen-Z-Expertin und LinkedIn Top Voice, und Gero Hesse darüber, ob der Generation Clash am Arbeitsplatz Mythos oder Realität ist – und was das für HR und Führung bedeutet.
Darum geht’s im Talk:
– und wie Neuroinklusion das verändert!
HR sucht qualifiziertes Personal für innovative Teams und soll gleichzeitig Fluktuation, Fehlzeiten und Produktivitätsverluste reduzieren. Doch viele Unternehmen sind noch immer auf nur eine Art zu denken und zu arbeiten ausgerichtet — dabei ist etwa jede fünfte Person neurodivergent und kann ihr Potenzial in unpassenden Strukturen oft nicht entfalten.
Sophie De Marez zeigt, warum Neuroinklusion kein soziales Projekt ist, sondern ein strategischer Businessfaktor. Sie verbindet Aufklärung über ADHS, Hochsensibilität und das Autismus-Spektrum mit praxisnahen Lösungsansätzen: von reizarmen Arbeitsumgebungen über Führung und psychologische Sicherheit bis zur Frage, wie Unternehmen die Talente neurodivergenter Mitarbeitender wirklich entfalten. Konkrete Impulse für alle, die Neurodiversität am Arbeitsplatz als Chance nutzen wollen.
Digitale Lernbegleitung als Schlüssel zu mehr Transparenz
Mit dem Start des neuen Ausbildungsjahrgangs laufen im Betrieb drei völlig unterschiedliche Situationen parallel: Das erste Lehrjahr kommt an, das zweite bereitet sich auf Teil 1 der gestreckten Abschlussprüfung vor, das dritte steht im Endspurt zu Teil 2. Und viele Ausbildungsverantwortliche stellen sich dieselbe Frage: Wo steht mein Azubi eigentlich in den Lerninhalten?
Meist bekommen Ausbildungsbetriebe darauf erst eine Antwort, wenn Berufsschulzeugnis oder Klausurnoten vorliegen – rückblickend, und oft zu spät zum Gegensteuern.
Yosias Woldai von VOCANTO zeigt in diesem Impulsvortrag, wie sich diese Herausforderung über alle drei Lehrjahre hinweg stellt – und wie digitale Lernbegleitung Ausbildungsbetrieben im dualen System genau diese Transparenz verschafft: mit einem klaren Blick auf Lernstand und Wissenslücken, lange bevor das Zeugnis kommt.
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